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Forellen angeln

Allgemeine Informationen zu Forellen

BachforelleSie ist einer der bekanntesten Fische überhaupt – die Salmo trutta oder einfacher, die Forelle. Sie gehört zu den Lachsfischen, ist weit verbreitetet und einer der beliebtesten Angel- und Speisefische Deutschlands. In der Nordsee und der Ostsee, im Atlantik, in Westrussland, von Spanien bis nach Island und in zahlreichen Seen und Flüssen Europas trifft man verschiedene Arten von Forellen an. Je nach Genetik des Fisches unterscheidet man bei der Forellenarten zwischen der Meerforelle, welche zu den anadorm wandernden Fischen zählt, d.h. sie lebt einige Zeit im Salzwasser, und der Bach-, Regen- und Seeforelle, welche ihr gesamtes Leben im Süßwasserhabitat verbringt. Dort mögen sie vor allem Seen, Bäche und Flüsse die klar und eher kalt sind (sauerstoffreich &nährstoffarm). Sie fressen hauptsächlich Wasserinsekten, aber auch deren fliegende Artgenossen, wenn sie unvorsichtig sind.

Bekannteste Unterart – Die Regenbogenforelle

Forelle gefangenVor allem in Europa hat sich in der letzten Zeit die Regenbogenforelle immer weiter verbreitet. Sie stammt ursprünglich aus Amerika. Die Regenbogenforelle ist anspruchsloser an die Lebensumstände, als ihre Artgenossen und trotzdem wird sie schneller groß. Um die regionalen Fische besser zu schützen wurde der Einsatz von nicht bei uns beheimateten Arten mittlerweile reduziert. Es wird diskutiert, ob die Regenbogenforelle die Bachforelle verdrängen kann. Denn beide Fischarten werden nahezu gleich erfolgreich gezüchtet.

Das Beiss- und Fressverhalten der Forellen

Die meisten Forellen fressen in ihrer natürlichen Umgebung vor allem Kleintiere. Dazu gehören Insekten, deren Larven und kleinere Krebse. Es gibt aber auch Spezialisten unter den Forellen. Diese Exemplare leben räuberisch und machen Jagd auf kleine Fische. Wenn die Forelle zuschlägt, dann geschieht das sehr schnell. Sie lauert an schattigen Plätzen an der Oberfläche oder am Grund des Gewässers, sowie an Unterständen auf Beute, die vorbeitreibt.

Der Lachsforelle ist eine spezielle Art von Forelle. Sie besitzt ein rotes Fleisch, das ihr den Namen Lachsforelle gibt – liegt das an der bevorzugten Beute: den Bachflohkrebse. Grundsätzlich passten sich Forellen den äußerlich Gegebenheiten und den Nahrungsvorkommen an. Sie kann zwar auch räuberisch leben, betreibt aber prinzipiell die Jagdform mit dem niedrigsten Aufwand bei gleichzeitig maximalem Fresserfolg. Kaum ein anderer Fisch passt sich in dieser Art und Weise an.

Das Laichverhalten der Forelle

Wenn die Laichzeit im Oktober beginnt, dann werden Forellen aktiv. Sie wandern in Fließgewässern flussaufwärts oder auch bachaufwärts und suchen bevorzugt flache Nebengewässer auf. Hier fließt das Wasser sehr schnell. Die Weibchen sind für die Laichgruben am Boden zuständig. Diese werden im Kies gegraben und haben etwa einen halben Meter Durchmesser. Die Männchen versetzen dem Weibchen nun einige Schläge in die Seite. Dieses Verhalten resultiert in der Eiablage. Die Forelle legt verhältnismäßig wenige Eier. Zwischen 1000 und 1500 Stück sind es im Schnitt. Dafür sind die Eier so groß wie Erbsen. Direkt nach der Ablage, wird das Gelege von den Männchen befruchtet und im Anschluss daran wieder mit Kies bedeckt. Erst nach zweieinhalb bis vier Monaten kommt der Nachwuchs auf die Welt. Zunächst dient der vorhandene Dottersack den Jungfischen als Nahrungsquelle. Mit einem Alter von 3 bis 4 Jahren werden die Forellen selbst wiederum geschlechtsreif.

Die Forelle als Zielfisch

Forellen und im speziellen Regenbogenforellen sind nicht sonderlich schwer zu fangen und erlauben eine Vielzahl von Fangtechniken. Das Angeln auf Forellen an Forellenseen ist eine tolle Möglichkeiten um dem Nachwuchs unser leibstes Hobby näherzubringen!

Forelle geangeltLediglich der individuelle Lebensraum, klare und kalte Gewässer die schnell fließen, sowie schattige und dicht bewachsene Uferregionen schränken den Angler in der Auswahl seiner Ausrüstung ein. Mit dem nötigen Hintergrundwissen und einigen hilfreichen Tipps ist es jedoch eine machbare Aufgabe Forellen zu fangen. Mit dem März oder spätestens im April beginnt die Fischsaison für Forellenangler. Wer ein echter Könner ist, der fängt die torpedoförmigen Salmoniden mit der Fliegenrute. Natürlich ist diese Art zum Erfolg zu kommen nicht einfach zu lernen, macht dafür umso mehr Spaß. Da Forellen Raubfische sind, der teilweise auch vor Kannibalismus nicht zurückschreckt, lässt sich dieser Fisch auch sehr effektiv mit dem Einsatz von Kunstködern, wie kleinen Wobblern, fangen.

Fangtechniken

Forellenangeln mit der Fliege

Forellen FliegenfischenSehr häufig wird beim Angeln von Forellen das Fliegenfischen praktiziert. Dafür benötigt der Angler vor allem eine Fliege, welche zu dieser Jahreszeit auch vorkommt. Es sollten Nassfliegen oder auch Trockenfliegen verwenden werden, die mittelgroß sind. Eine AFTMA Fliegenrute der Klasse 4 – 6 kommt häufig zum Einsatz. Der Köder täuscht dabei ein echtes Insekt vor. Bei der Köderwahl an Forellenseen ist die Forelle nicht sehr anspruchsvoll. An fließenden Gewässern wiederum ist es ratsam die heimische Biologie zu kennen und auf regionale und saisonale Fliegenimiate zu setzen.

 

Forellenangeln mit dem Spinner

mepps aglia in GoldTeilweise kann auch mit Hilfe der Spinnrute gefischt werden. Diese sollte leicht sein und in Kombination mit einer Auswahl von Spinnern oder kleinen Blinkern verwendet werden. Die Forelle beißt auch auf kleine Wobbler, Köderfische oder aber Spinner die sich am System befinden. Kommt ein Spinner zum Einsatz, dann kann dieser möglich natürlich aussehen oder aber metallisch funkeln. Ist das Gewässer eher dunkel oder setzt bereits die Dämmerung ein, dann empfiehlt sich der Einsatz von bunten, kontrastreichen Spinnern. Große Spinner und mittlere Varianten sind für das Angeln nach Forellen zu empfehlen, hier sind die Exemplare von Mepps äußerst erfolgreich. Beim Einsatz von kleinen Größen muss man damit rechnen, dass untermaßige Fische beissen und diese aufgrund des Schonmaßes wieder zurückgesetzt werden müssen.

Forellenangeln mit Naturköder

WurmBeliebtester Angelköder ist der einfache Naturköder: Maden, Larven oder Würmen können schnell zum Erfolg führen. Die Forelle steht häufig in der Nähe von Felsen oder Baumstämmen, welche Strömungshindernisse bilden. Während der heißen Jahreszeit bevorzugt der Fisch schattige Plätze. Ein nützlicher Tipp der dir schlaflose Nächte erspart: Das Nachtfischen solltest du lieber sein lassen!

Die Forelle ist ein aktiver Fisch, daher mag der Räuber es, wenn du die Köder im Lauf der Strömung treiben lässt. Wer es kann, der sollte seinen Köder kurz vor dem Strömungsende einen künstlichen Bogen gegen die Strömung machen lassen. Läuft der Köder somit quer zur eigentlichen Strömung dann hat sich herausgestellt, dass viele Forellen genau jetzt zuschnappen.

Forellenangeln mit Forellenteig

Forellenexperten, vor allem an Angelseen, schwören auf die Kombination von Forellenteig in Kombination mit dem Sbirolino oder Wasserkugel: Dabei wird der rotierende Teig durch das Wasser gezogen und animiert die Räuber zur Attacke. Nicht nur an natürlichen Gewässern, sondern vor allem an Angelseen ist der Forellenteig ein unschlagbarer Köder mit dem das Angeln richtig Spaß macht! Forellenteig gibt es in allen möglichen Farben und ist teilweise mit Geschmäckern oder Glitzerpartikeln angereichert. Der Teig wird mit der Hand so um den Haken gewickelt, dass dieser unter Wasser möglichst viel Druckwellen erzeugt.

Forellenangeln mit Wobbler

forelleWähle solche aus, die Weißfische, Groppen oder sogar kleine Forellen nachahmen. Diese Fangtechnik eignet sich vor allem bei aktiven Zielfischen und eher wärmeren Gewässern. Die Forelle beißt meistens auf Wobbler die maximal 5 cm lang sind, sogenannte Forellenwobbler. Verwende ruhig diese kleineren Wobbler. Ist nur eine Anbissstelle erlaubt, dann ist der Kopfdrilling dem Schwanzdrilling vorzuziehen. Der ausbleibende Drilling sollte gewichtsmäßig mit dem Einsatz von Blei ersetzt werden.

Angeln auf Forellen – Den richtigen Angelplatz finden

BachforelleAussichtsreiche Angelplätze sind einfach am Wasser und dessen Farbwechseln erkennbar. Ausgespülte Kurven, Ränder oder etwa Löcher zeichnen sich im Verlauf der Wassertiefe von hell nach dunkel ab. Teilweise, aber keinesfalls immer, sind diese Unterschiede in der Tiefe schon an der Uferbeschaffenheit zu erkennen.

Es ist also ratsam immer den Wasserverlauf, das Fließverhalten, sowie etwaige Farbänderungen an der Oberfläche zu beobachten. Die größten Forellen stehen meist an starken Strömungsrändern oder in sehr tiefen Aushebungen und Löchern. Auch die Außenkurve an einem Fluss verspricht gute Fangergebnisse. Hier, an der langen Biegung, ist das Wasser oft durch den Einfluss langjähriger Erosion besonders tief. In Stillgewässern sind Einläufe und Abflüsse Hotspots die man beangeln sollte.

Doch auch an Stellen, wo Büsche oder Äste weit über die Flussoberfläche hängen können Forellen gut beißen. Denn an diesen Stellen gibt es of versteckte Untiefen, zum Beispiel dann, wenn Wurzeln oder aber große Steine eine Strömungskante entstehen lassen. Hier halten sich auch die Forellen gerne auf. Im Sommer kommen weitere Standplätze hinzu. Hot Spots können sich dann zum Beispiel in Krautfeldern oder aber Krautfahnen befinden. Diese Pflanzen sind nun besonders dicht und hoch. Somit bieten sie der Forelle den begehrten Strömungsschatten, den der Fisch für eine erfolgreiche Jagd benötigt. Der Angler hingegen benötigt genau solche Stellen für einen erfolgreichen Fang!

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Angler Über mich

Mein Name ist Michael und seit meiner Kindheit bin ich begeisterter Angler. Leider sind die Zeiten als Jungangler längst Vergangenheit, sodass ich es nicht mehr jedes Wochenende ans Wasser schaffe. Dennoch möchte ich gerne meine gesammelten Erfahrungen und Meinungen über dieses tolle Hobby gerne mit anderen Anglern teilen!
Bevorzugt fische ich im Süßwasser, allen voran auf Salmoniden in mittelgroßen Fließgewässern. Da ich auch gerne Reise, versuche ich in allen meinen Urlauben auch mindestens einmal Angeln zu gehen!

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