Angeln mit Frolic & Co.

Beitrag bewerten

Nahrhaft, kompakt und unverwechselbar im Geschmack. Dabei könnte es sich um die Beschreibung von Boilies handeln, die bereits seit längerem als der Top-Karpfenköder gelten. Aber nicht nur Boilies weisen diese Eigenschaften auf, sondern auch zahlreiche Sorten von Hundefutter, wie beispielsweise Frolic. Nicht nur Karpfen, auch einige andere Arten sind dem Futter unserer vierbeinigen Freunde gegenüber nicht abgeneigt. Wir sagen Ihnen welche und wie Sie diese Art Köder am besten anbieten.

Diese Vorteile bietet Hundefutter als Köder

Die drei größten Vorteile von Hundefutter als Angelköder sind schnell genannt:

  1. Zum einen ist es praktisch überall verfügbar und zum anderen unschlagbar günstig. In jedem Supermarkt um die Ecke geht das bestens zum Angeln geeignete Hundefutter säckeweise für wenige Euro über die Ladentheke. Denken Sie jetzt besser nicht an die letzte Rechnung für die ultimativen Boilies, die eigentlich aber auch nicht besser gefangen haben als ihre Vorgänger!
  2. Sicherlich haben viele am Markt erhältlichen Spezial-Boilies ihre Daseinsberechtigung und wurden mit viel fachmännischem Wissen zusammengemixt. Aber auch die Hundefutter-Köder sind nach wie vor nahrhaft & fängig. Dies gilt insbesondere an Gewässern mit hohem Befischungsdruck, in denen die Fische schon des Öfteren Bekanntschaft mit den aktuellen Boilie-Sorten gemacht haben.
  3. Frolic muss nicht weiter portioniert werden: Die etwa 1cm großen Pellets haben ideale Futtergröße für heimische Friedfische. Das ist auch beim Anfüttern von Vorteil, mit Wurfrohr oder Futterschaufel sind ordentliche Weiten zu erzielen.
  4. Konsistenz: Frisches Frolic ist weich genug um mit Boiliebohrer bzw. Ködernadel aufgezogen zu werden. Ist härtere Konsistenz gewünscht, so legt man das Hundefutter für eine Weile in die Sonne zum aushärten. Im Gegensatz zu Brot oder Lebendködern wie Maden löst sich Frolic nach etwa 1-2 Stunden und kann nur schwer von kleineren Weissfischen abgezupft werden.

Mit diesen Fängen können Sie rechnen

Der begehrteste Zielfisch beim Angeln mit Frolic ist sicherlich der Karpfen. Er lässt sich vergleichsweise einfach durch regelmäßiges Anfüttern an eine neue Futtersorte gewöhnen und wird auch mit der Form des Köders keine Probleme haben. Aber nicht nur Karpfen, sondern auch Schleie, Döbel und viele andere Weißfischarten sind gegenüber den nahrhaften Ringen nicht abgeneigt. Auch am Forellenteich hat sich das Hundefutter schon vielfach als fängiger Köder bewährt.

So bieten Sie die Instant-Köder am besten an

Für Hundefutter gilt das gleiche wie für Boilies oder Pellets. Werden die kleinen Brocken durchbohrt und auf dem Haken angeboten, besteht die Gefahr des Zerbrechens oder der Anschlag kann empfindlich behindert werden.
Besser wird, wie bei den Boilies auch, eine Haarmontage verwendet. Dabei befindet sich unmittelbar am Haken ein zusätzliches Stück Schnur, auf das ein oder mehrere Ringe aufgezogen und mit einem Stopper verwahrt werden.

Alternativ kann der Köder mit einem feinen Silikon-Ring am Haken fixiert werden. Beim Angeln auf kleinere Arten werden die Ringe am besten halbiert oder geviertelt und stückchenweise direkt am Haken angeboten. Ganze Ringe sind für Brassen oder Schleie eine Nummer zu groß.

Tipp: Mehr Aufmerksamkeit dank Auftrieb

In Gewässern mit sehr weichem Grund kann es passieren, dass der Köder weit in den Boden einsinkt und nur noch schwer von den Zielfischen wahrgenommen werden kann. Das zentrale Loch in den Hundefutter-Ringen bietet sich geradezu an, um mit einem kleinen Auftriebskörper aus Styropor oder Kork gefühlt zu werden. Der zusätzliche Auftrieb kann das zu tiefe einsinken in den Untergrund verhindern und die Chancen auf einen kapitalen Karpfen erheblich verbessern.

Auch zum Anfüttern geeignet

Frolic kann, ebenso wie Boilies oder Pellets ohne Weiteres zum Anfüttern verwendet werden. Wahlweise werden ganze Ringe oder deren Fragmente zum Füttern an den Tagen vor dem Angeln und während des Angelns eingesetzt. In zerkleinertem Zustand eignet sich Hundefutter auch hervorragend als Zutat für die Zubereitung von Teigen.