Der Buttlöffel – Tausendsassa an der Küste

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Wenn es um das Angeln auf Plattfische geht, ist der Buttlöffel nach wie vor erste Wahl!
Aber auch Dorsch, Hornhecht, Meerforelle und viele weitere Meeresfische lassen sich mit den auffälligen Hüpfern auf die Schuppen legen. Erfahren Sie, worauf es beim Angeln mit dem Buttlöffel ankommt und welche Techniken erfolgversprechend sind.

Diese Buttlöffel sind besonders attraktiv

Der Buttlöffel ist nicht der eigentliche Köder – Er ist vielmehr eine Kombination aus Wurfgewicht und Lockmittel, um die Zielfische in die Nähe des Köders zu lotsen. An der Wahl des fängigsten Modells scheiden sich auch beim Buttlöffel die Geister. Nicht nur die attraktivsten Farben sind Gegenstand hitziger Diskussionen unter den Küstenanglern.
Als Daumenregel hat sich ebenso wie bei Kunstködern im Süßwasser bewährt: je trüber das Wasser, desto auffälliger die Farbe. Bei klaren Sichtverhältnissen unter Wasser versprechen natürliche Farbschläge den größten Erfolg. Manche Küstenangler schwören auf gesprengkelte Modelle, die bei den Plattfischen besonders viel Aufmerksamkeit erregen sollen. Wer sich dauerhaft für das Angeln mit dem Buttlöffel begeistert, wird sich mit der Zeit ohnehin ein abwechslungsreiches Sortiment aus unterschiedlichen Farbkombinationen und Gewichten zulegen.
Das Gewicht der Buttlöffel sollte so gewählt werden, dass sie sicher den Grund erreichen, sich jedoch auch noch verführerisch beim Schleppen oder Einholen der Montage bewegen:

  • 20 bis 30 Gramm sind bei ruhigen Wasserverhältnissen für das Angeln von der Küste aus eine gute Wahl.
  • Wenn geschleppt wird oder starke Strömung herrscht, können es auch 50 bis 60 Gramm oder mehr sein. Passend zum Gewicht der Löffel wird das Wurfgewicht der Rute gewählt.

So wird der Buttlöffel montiert

Die meisten Buttlöffel sind schon beim Kauf an beiden Enden mit einem Sprengring ausgerüstet. Zur Hauptschnur hin wird der Sprengring in einen Karabiner gehängt, der fest mit der Hauptschnur verbunden ist.
Wird mit einer geflochtenen Hauptschnur geangelt, kann der Einsatz einer Schlagschnur zwischen geflochtener und Karabiner Gold wert sein. Sie verhindert das vorzeitige abnutzen der vergleichsweise empfindlichen geflochtenen Schnur. Zum Köder hin folgt ebenfalls ein Karabiner. Ein Modell mit Wirbel ist auch an dieser Stelle nicht verkehrt.

Das Vorfach ist monofil und hat eine Länge von 15 bis 30 Zentimeter. Aufgrund der permanenten Grundberührung ist Fluorcarbon in einer Stärke von 0,30 bis 0,40 Millimeter empfehlenswert.

Vor dem Butthaken können als zusätzlicher Reiz Perlen oder ein Spinnerblatt montiert werden. Als Haken eignen sich langstielige Butthaken der Größe 1/0 – 2/0.

 

Freie Wahl beim Köder

Beködert wird die Butt-Montage mit allem, was auch ansonsten im beangelten Revier fängt. Watt- und Seeringelwurm sind ebenso Möglichkeiten wie Fischfetzen oder Garnelen. Auch der Einsatz von Kunstködern, die in vielen Variationen eigens zu diesem Zweck im Fachhandel erhältlich sind, ist möglich.

Der Buttlöffel in der Brandung

Der Buttlöffel eignet sich hervorragend zum Fischen in der Brandung vom Ufer aus. Nach dem Absinken der Montage auf den Grund wird der Köder ähnlich wie beim Jiggen in mehr oder weniger gleichmäßigen Sprüngen eingeholt. Durch das wiederholte Abheben vom und Absinken auf den Grund werden kleine Schlammwolken und Schallwellen erzeugt, die die Aufmerksamkeit der Fische erregen sollen.