Aalmontage

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Aal

Aal

Der Aal gehört zu den merkwürdigsten Lebewesen in europäischen Inlandsgewässern. Mit seinem langgestreckten Körper erinnert er ein wenig an eine Schlange. Aale können eine Länge von mehr als einem Meter erreichen und gehören zu den nachtaktiven Räubern. Erst beim Einbruch der Dämmerung beginnen sie mit der Nahrungssuche. Das Angeln auf Aal ist daher meist mit dem Zelten verbunden, sodass das Aalangeln immer ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Verbreitung, Lebensraum und die besten Angelzeiten

Der Europäische Aal ist in weiten Teilen des Kontinents verbreitet. Er lebt in verschiedenen Süßwassergewässern wie zum Beispiel Bächen, Flüssen und Seen. Da der Aal ein nachtaktiver Fisch ist, versteckt er sich tagsüber zumeist zwischen Pflanzen und Steinen auf dem Grund des Gewässers, oder vergräbt sich am Gewässergrund, sodass nur noch der Kopf zu sehen ist. Aale halten sich gerne in schlammigen und unübersichtlichen Gewässerregionen, direkt vor dem Ufer auf.

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In einigen Bundesländern gibt es Aal-Schonzeiten, in denen das Angeln auf Aal nicht gestattet ist. Dort, wo Schonzeiten zu beachten sind, liegen diese in den Herbst- und Wintermonaten, denn im Herbst beginnt die Laichzeit und die Tiere verlassen ihren Lebensraum, um in den Atlantik zu wandern und dort , wo sie einst selbst geschlüpft sind, ihren Laich abzulegen. Die beste Angelzeit liegt zwischen Anfang August und Ende September. In diesem Zeitraum kannst du wirklich kapitale Aale fangen. In warmen Sommernächten und bei Vollmond sind die Fangaussichten eher schlecht. Aale beißen umso besser, je dunkler die Nacht ist. Zum Aalangeln sollte das Wasser mindestens eine Temperatur von 10 Grad Celsius erreicht haben. Im Zweifel lohnt es sich die Wassertemperatur tatsächlich mit einem Thermometer zu überprüfen. Ab Oktober sind die Fangchancen eher schlecht, denn dann stellen die Aale die Nahrungsaufnahme ein.

Welche Montagen zum Angeln auf Aal?

Beim Angeln auf Aal spielt die richtige Montage eine große Rolle. Grundsätzlich solltest du die Art der Montage anhand des Angelplatzes auswählen, denn die Aalmontage ist entscheidend für die spätere Ausbeute. Während ein mittelmäßiger Köder durchaus noch zu Bissen führen kann, wird eine schlechte Aalmontage jeden Biss verhindern. Allgemein eignen sich Grundmontage und Posenmontage zum Angeln auf Aal.

Auch beim Angeln auf Aal gilt allgemein die Regel: Je einfacher die Montage, desto einfacher und schneller lässt sich diese ersetzen. Dennoch können spezielle Gegebenheiten und Umstände am Angelplatz eine Anpassung der Grund- oder Posenmontage notwendig machen. Dies kann insbesondere sein, wenn im Gewässer Wollhandkrabben sind, weicher Schlamm, Algen und Hindernisse den Grund überziehen oder Seerosen im Weg sind.

Grundmontagen zum Aalangeln

Einfache Grundmontage

Einfache Grundmontage

Mit erfolgversprechenden und einfachen Grundmontagen zum Angeln auf Aal kann der Köder direkt auf, oder knapp über dem Gewässergrund angeboten werden. Auf diese Art wirkt der Köder natürlich und die Aale werden ihn wittern. Ein Aalbiss wird somit wahrscheinlich. Dieses Ziel kannst du mit zwei verschiedenen Arten der Grundmontage erreichen:

  • Selbsthakmontage
  • Grundmontage, bei der der Anhieb durch den Angler erfolgt

Die Festbleimontage ist eine Selbsthakmontage, bei der ein festsitzendes Blei wie ein Anker fungiert. Nimmt der Aal den Köder mit Aalhaken auf und will diesen abziehen, reißt das festsitzende Blei den spitzen Haken in das Maul des Aals. Der Aal hakt also selbst, sodass ein schneller Anhieb nicht unbedingt notwendig ist. Die Selbsthakmontage ist eine überaus erfolgreiche Montage zum Angeln auf Aal. Dabei ist sie sehr unkompliziert, sodass sie sich auch für Anfänger hervorragend eignet.

Bei der Laufbleimontage wird das Grundblei direkt auf der Schur oder an einem Wirbel, der auf der Angelschnur läuft, befestigt. Bei dieser Grundmontage bleibt das Grundblei bei einem Biss am Gewässerboden, sodass es für den Aal keinen Widerstand bildet. Die Angelschnur läuft also ohne Widerstand durch das Grundblei. Der Aal kann den Köder aufnehmen und frei abziehen. Der Aalbiss wird entweder durch die abziehende Angelschnur oder einen Bissanzeiger angezeigt. Du kannst also selbst entscheiden, wann der beste Moment zum Anhieb und zum Einziehen der Montage gekommen ist.

Für diese beiden Grundvarianten zur Grundmontage zum Angeln auf Aal gibt es eine Vielzahl von Variationen. Auch die Anti Tangle Montage wäre beispielsweiße möglich.

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Posenmontage zum Aalangeln

Knicklicht-Posenmontage

Knicklicht-Posenmontage

Die Posenmontage gehört zu den vielseitigsten Angelmontagen, denn fast jeder Fisch lässt sich mit dem Posenangeln fangen. Dabei ist die Montage sehr einfach. In Stillgewässern ist eine gut ausgebleite Posenmontage sinnvoll, denn sie zeigt selbst die kleinsten Zupfer an. Bei der Verwendung einer Feststellpose oder eines Stoppers lässt sich die Posenmontage optimal an jede Gewässertiefe anpassen. Zum Angeln auf Aal eignen sich Posen mit einem Gewicht von 3 bis zu 6 Gramm und insbesondere auch spezielle Knicklichtposen.

Der Köder sollte beim Angeln auf Aal mit einer Posenmontage direkt am Grund oder maximal nur wenige Zentimeter über dem Gewässerboden angeboten werden. Zieht die Pose bei einem Biss in die Richtung eines Hindernisses oder wird sie komplett unter Wasser gezogen, wird es Zeit für den Anschlag. Dabei solltest du jedoch unbedingt darauf achten, dem Aal genug Zeit zu geben, damit er den Köder auch wirklich schlucken kann und der Haken tatsächlich greift.